Down the East Coast – Surfers Paradise, Byron Bay und Sydney

Und weiter ging es für uns die Ostküste runter. Unser nächster Stop lag in Gold Coast und nennt sich Surfers Paradise. En Ort, den, meiner Meinung nach, viel zu viele Touristen anzieht! Als wir dort ankamen war mir schnell bewusst, dass wir mit unserer Vermutung richtig lagen und deshalb auch nur 2 Nächte dort gebucht hatten, da dieser Ort nicht unbedingt etwas für mich war. Das Zentrum ist vollgepackt mit Shopping Möglichkeiten, Restaurants und Clubs! Ja Surfers Paradise soll auch für sein Nachtleben bekannt sein, was wir nicht wirklich beurteilen können, da wir es nicht getestet haben. Als junger Mensch in unserem Alter durch die Straßen dort zu laufen, bedeutet, von allen Seiten angequatscht zu werden, um sich ein super Ticket mit ganz vielen Discounts zu kaufen, womit man die Party seines Lebens bekommt. Hatte etwas von einem Lloret-Urlaub. Auch der Strand war ziemlich voll, viele Familien aus aller Welt kommen scheinbar nach Surfers Paradise, um ihren Winter dort zu verbringen. Was allerdings nicht meine erste Wahl für Familienurlaub wäre. Da es dort auch nicht unbedingt etwas zu sehen gab, entschieden wir uns hoch auf einen der vielen Wolkenkratzer zu fahren, um vom ‚Sky Point‘ aus eine 360 Grad Aussicht auf die Stadt zu haben. Denn das ist auch das einzige, weswegen wir uns Surfers Paradise überhaupt ansehen wollten, wegen der Skyline, die sich direkt am Strand entlangzieht! Der Ausblick war sein Geld jedenfalls Wert gewesen. Und so verabschiedeten wir uns nach zwei Nächten auch wieder von Surfers Paradise, um nun in den nächsten Staat zu ziehen.


Wir verließen Queensland und vor uns lag New South Wales, wo der Zeitunterschied zu Deutschland nochmal um eine Stunde wuchs. Das nächste Ziel war Byron Bay! Byron Bay ist ganz anders als Surfers Paradise, sehr sehr viel kleiner mit dem Ruf, ein entspanntes und gelassenes Örtchen zu sein, an dem Hippie-Kultur auf Surfer-Style trifft. Tatsächlich kommt es dieser Beschreibung gleich. Das Zentrum besteht aus vielen kleinen Läden mit selbstgemachtem Schmuck oder Kleidung mit Batikmustern und unzähligen modernen kleinen Cafés und Bars, wo sich am Mittag sowie am Abend viele junge Leute treffen. An Byron Bays Stränden kann man den ganzen Tag Surfer beobachten, was wir auch des Öfteren taten, selbst hab ich mich allerdings nicht getraut. Die Wellen dort sind wirklich extrem! Für mich, der bis Australien nur das Mittelmeer gesehen hat, waren diese Wellen dort natürlich etwas Neues und wunderschön zu beobachten. An einem Mittag machten sir eine kleine Tour vom etwa 3h zum Lighthouse und zum ‚Most easterly point‘, also zum östlichsten Punkt Australiens. Diese Tour wurde um sonst von unserem Hostel angeboten, was für uns natürlich immer gut ist.😁💸 Die Tour dorthin war wirklich gut und wurde von einem Hostelmitarbeiter geführt, der schon seit lebenlang in Byron Bay wohnt und wirklich Ahnung hatte! Wir sahen sogar Delfine, Schildkröten und Rochen im Meer und ein kleines Wallaby direkt am Wegrand. 🐬🐢🐠 Ansonsten verbrachten wir unsere Tage am Strand oder in einem der hübschen Cafés. Alles in allem auf jeden Fall viel mehr mein Ding als dieses aufgewühlte und touristische Surfers Paradise!

 

Nach unseren 5 Tagen in Byron Bay lag nun endlich Sydney vor uns! Da es von Byron Bay bis Sydney nochmal ein gutes Stück ist, entschieden wir uns wieder über Nacht mit dem Bus zu fahren, welcher leider komplett voll war, sodass die Fahrt alles andere als angenehm war. Aber als ich dann um circa 6 Uhr morgens aufwachte und mich direkt auf der Harbour Bridge befand mit dem Operahouse direkt rechts von mir, war das auch schnell vergessen. Wir hatten wahrscheinlich das allerbeste Hostel in Sydney gebucht, das Sydney Harbour YHA. Wie der Name schon sagt befindet es sich direkt am Habour, im ältesten Stadtteil Sydney ‚The Rocks‘ mit Dachterasse und somit perfektem Ausblick auf den Harbour, die Opera und die Harbour Bridge! Ein Traum von einem Hostel. Wo man nebenan in den unzähligen Hostels für die gleiche Aussicht schon mal 400€/ Nacht hinlegen kann, denke ich, lagen wir mit unsrem Hostel ziemlich gut.😄 Nicht unbedingt geplant kamen wir am 26. Januar in Sydney an, wo natürlich nichts anderes als der ‚Australia Day‘ gefeiert wird! Dieser wird vor allem in Sydney richtig groß aufgezogen. Am Circular Quay befanden wir uns somit in Massen von Menschen! Überall Live-Musik, Essenstände und gut gelaunte Australier! Am Morgen gab es sogar eine Segel-Regatta und Düsenflieger flogen in Formation über den Harbour. Wirklich sehenswert und wir waren froh, dass der Zufall uns an diesem Tag nach Sydney geführt hat. Wir verbrachten insgestamt eine Woche in Sydney. In dieser machten wir unter anderem eine ‚Free Walking Tour‘, welche von Studenten geführt wird und welche, wie der Name schon sagt, tatsächlich um sonst ist. 3h lang zeigte uns unser Guide, ein Geschichtsstudent, in Sydney geboren, viele historische Orte und begeisterte uns mit seinem Wissen über die Geschichte Sydneys. Außerdem machten wir einen Ausflug nach Bondi, einem Stadtteil Sydneys mit Strand. Es war zwar ziemlich voll, weil wir an einem Sonntag dort waren, aber Dadurch konnten wir mit unsrer Opal Karte den ganzen Tag für nur 2,50$ alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Wir waren jedoch nicht direkt am Bondi Beach schwimmen, sondern in den Bondi Icebergs. Kann man sich als eine Art Pool gefüllt mit Meereswasser vorstellen, welcher direkt am Meer liegt und wo die Wellen so fest gegen diesen sogenannten ‚Rockpool‘ schlagen, dass sie bis in die Becken spritzen.🌊 An unsrem vorletzten Tag buchten wir eine Tagestour zu den Blue Mountains! Wirklich ein richtig cooles Erlebnis, wozu ich eigentlich nicht viel sagen brauche, da sprechen die Aussichtsbilder für sich! Hightlight war auf jeden Fall ‚Scenic World‘, wo wir mit Gondeln und Zügen über und durch das Tal der Blue Mountains fuhren und den besten Blick auf die ‚Three Sisters‘ erhaschten. Zurück ging es mit einem Boot über den Parramatta River zurück zum Hafen. Ungewohnt war auch, dass es dort in den Bergen um einiges kühler war, als in Sydney selbst, aber auch irgendwie mal ganz angenehm.😊 Nach den Blue Mountains ging es am nächsten Tagen wieder mit dem Nachtbus nach Melbourne! Ja wir habens tatsächlich nun geschafft, die ganze Ostküste hinunter zu reisen!! Was wir hier alles erleben und unternehmen, erzähle ich dann im nächsten Beitrag!🙆🏼

 

Es ist wirklich wahnsinn, was man hier in 3 Monaten alles sieht und erlebt. Manchmal muss man sich einen moment nehmen, um einem selbst bewusst zu machen, wo man sich gerade befindet und verarbeiten, was man in so kurzer Zeit so schnell hintereinander alles sieht. Da wir Menschen uns sehr schnell an unsere veränderten Umstände gewöhnen, wird es auch schnell, unbewusst, selbstverständlich jeden Tag aufs neue so viele tolle Dinge erleben zu dürfen. Aber wenn man zurückblickt und es sich selbst bewusst macht, ist es fast schon unwirklich, aber wunderschön.😊

Ganz liebe Grüße, aus dem nicht ganz so heißen Melbourne,

Emely💋
Noch eine kleine Information. Nach laaangem hin und her überlegen, haben wir uns entschieden nur etwa 4 Monate zu bleiben. Das heißt wir kommen wahrscheinlich zwischen Februar und März nach Hause, anstatt mitte April. Trotzdem können wir uns noch alles ansehen, was wir uns noch ansehen wollten!

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Wilderness Camping auf Fraser Island / Brisbane

Immernoch überwältigt von den letzten 3 Tagen, schreibe ich nun meinen nächsten Eintrag, jedoch beginne ich zunächst in Hervey Bay. Leider konnten wir unsere Fraser Island Tour nicht von dort aus machen, da alles bis zur nächsten Woche ausgebucht war. Naja, nicht alles, aber die beiden Touren, die uns am meisten zusagten. Ein sehr netter Mitarbeiter aus unserem Hostel buchte uns jedoch dann eine der beiden Touren zum nächsten möglichen Termin, welche von Noosa aus startet. Wir verbrachten noch ein paar Tage in Hervey Bay, halfen sogar an einem Morgen mit dem Housekeeping aus, sodass wir eine Nacht weniger bezahlen mussten, sahen uns die Gegend etwas an und machten einen Strandspaziergang zu einem Steg, der meterweit ins Meer ragt.
Dann gings nach Noosa! Noosa ist zwar relativ touristisch, aber wirklich wunderschön. Urlauber aus der ganzen Welt kommen nach Noosa, so hat man jedenfalls den Eindruck. Dort verbrachten wir noch 2 Tage vor unserer Tour. Ein Highlight war der Besuch des Noosa National Parks! Wir liefen einen 2-3h langen Coastal Track, welcher ausschließlich am Meer entlang verlief mit den schönsten Buchten und Stränden und glasklarem, türkisnem Wasser.

Und dann war es auch schon soweit, der Fraser Island Trip lag vor uns! Unser Hauptgepäck ließen wir im Hostel, denn die komplette Campingausrüstung bekamen wir vom Veranstalter bereitgestellt. Genaueres zu unserem Trip seht ihr in dem Video vom Veranstalter Drop Bear Adventures.


Zunächst trafen sich alle Teilnehmer im ‚Büro‘ des Veranstalters von wo aus wir mit den Geländewagen nach Rainbow Beach fuhren, um noch andere Teilnehmer einzuladen. Dann gings ab auf die Insel mit der Fähre!! Das erste Mal fahren am Strand mit Meer direkt nebenan und den schönsten Wellen war wirklich Wahnsinn! Zuerst ging es an zum Beachhouse, wo es Wraps zum Lunch gab, anschließend fuhren wir zu unsrem Camp, welches direkt hinter eine Düne am Meer lag! Alle bezogen ihre Zelte und wir machten uns auf den Weg zum Lake Wallby. Ich muss allerdings noch hinzufügen, dass wir wahrscheinlich den coolsten, motiviertesten und entspanntesten Guide überhaupt hatten, welcher immer und überall eine Geschichte zu den jeweiligen Orten bereithielt. Auf unserem Weg sahen wir sogar schon unseren ersten Dingo! Welcher natürlich auf allen Erinnerungsfotos landete.

Zu Lake Wabby mussten wir noch ein Stückchen gehen, was bei dieser Hitze und einem Weg, der nur aus weichem Sand besteht wirklich unglaublich anstrengend war. Clint versprach uns jedoch eine Abkühlung im Lake Wabby, sodass wir uns darauf freuten. Angekommen, gab es jedoch zunächst eine kleine Überraschung, denn es schien als bestehe Lake Wabby nicht aus Wasser, sondern komplett aus Sand! Clint amüsierte sich über unsere Gesichter, versicherte uns jedoch, dass wir unsere Abkühlung noch bekommen werden!😄 Dort fühlte man sich ein wenig wie in einer Wüste! Ein paar Meter weiter gabs jedoch tatsächlich einen kleinen Abschnitt mit Wasser!😁 Der See an sich hat eine tiefgrüne Farbe, aufgrund der vielen Algen. Auf den Bildern wird man ihn sofort erkennen! Dort verbrachten wir circa eine halbe Stunde und es ging wieder zurück ins Camp, wo schon das anstehende BBQ vorbereitet wurde, mit Steaks, Würstchen und Gemüse.

Unser erster Abend war recht lustig, da wir mit einigen zusammen Kings spielten, da Clint aber meinte, dass wir mit dem Sonnenaufgang (5 Uhr) aufstehen werden, gings relativ früh ins Bett bzw. ins Zelt und mit dem Rauschen des Meeres schliefen wir ein.
Am Morgen wurden wir geweckt von Clint mit dem Didgeridoo, was tatsächlich sehr angenehm war. Alle versammelten sich nach und nach am Strand, um den Sonnenaufgang anzuschauen.

Anschließend gab es Frühstück und um 7 Uhr saßen alle wieder in den Autos, bereit die Insel weiter zu erkunden. Nun ging es zu Eli Creek! Ein kleiner Bach, welcher ins Meer fließt. Über einen Weg, der über den Bach führte, konnten wir zum Beginn, des erlaubten Bereichs gelangen, von wo aus wir den Bach dann sozusagen hinunter schwimmen konnten. Das Wasser von Eli Creek ist glasklar und sogar trinkbar! Clint füllte dort sogar einen unsrer Wasserkanister. Wir verbrachten dort ein paar Stunden und machten uns auf zum Lunch!

Auf dem Weg dorthin fuhren wir am bekannten Schiffswrack vorbei, welches riesig ist, was es sehr imposant und auch ein wenig geheimnisvoll macht.

Nach dem Lunch fuhren wir ein gutes Stück zum Indian Head, welcher auch viel Geschichte besitzt und eine wunderschöne Aussicht bereithält, und zu den Champaign Pools, welche auf den Bildern wahrscheinlich selbstredend sind.😊

Auf dem Rückweg zum Camp hielten wir noch für 10 Minuten am Eli Creek, wo sich jeder einmal zur Abkühlung drin wälzte und es ging zurück. Nachdem sich jeder etwas frisch gemacht hatte, spielten einige zusammen am Strand Kricket und der Rest sah zu. Zum Abendessen gab es Thai/ Chicken Curry, welches für die Gegebenheiten wirklich gut schmeckte! Als es dann dunkel war, packte Clint hunderte von Klicklichter aus, die sich jeder zu Halsbänder, Armbänder, als Kopfschmuck oder Fußbänder zurechtbog. Ausgestattet mit unseren Lichtern ging es dann zum Strand, wo man nur noch sich bewegende bunte Lichter sah und über uns direkt den wunderschönsten Sternenhimmel, den man sich nur vorstellen kann! Als der Himmel irgendwann wolkenlos war, erkannten wir sogar die Milchstraße, die ich persönlich noch nie zuvor gesehen habe. Nach diesem sehr langen 2. Tag und dem schönen Abschluss am Strand, fielen mir im Zelt innerhalb von Sekunden die Augen zu.
Der 3. Tag begann wieder mit dem Sonnenaufgang und anschließendem Frühstück. Uns bot sich außerdem danach die Möglichkeit für 60$ einen kleinen Flug über die Insel zu machen, welche ich mir nicht entgehen ließ, denn wann werde ich Fraser Island sonst mal von oben sehen?? Ja, wahrscheinlich nie.😁 Der Flug war das Geld auch auf jeden Fall Wert und diese Bilder werde ich niemals vergessen. Über dem Meer sah ich sogar einen Delfin, zum ersten Mal in meinem Leben!🐬

Danach wurde alles zusammengepackt und wir machten uns auf den Weg zu einem weiteren Highlight! Nämlich zum glasklaren Lake Mckenzie! Hierbei werden auch die Bilder für sich sprechen. Ich kann nur sagen, das Wasser war so blau und so klar, dass man sich wie in einem Swimmingpool fühlte, nur sauberer.

Anschließend war auch schon wieder Lunchtime, danach gings noch auf einen kurzen Spaziergang durch einen kleinen Teil des Regenwaldes und wir traten den Rückweg zur Fähre an. Von Rainbow Beach nach Noosa nahmen wir diesmal einen anderen Weg, nämlich den, der fast komplett am Strand entlang führt, was mit untergehender Sonne ein wunderschönes Bild abgab. Ich kann abschließend sagen, dass diese 3 Tage so einzigartig waren und es mit Sicherheit kein Unternehmen gibt, dass es hätte können besser machen! Ich bin wirklich dankbar auch für die lieben Menschen, die dazu beigetragen haben, dass dieses Abenteuer so besonders war.

Am Tag danach ging es direkt nach Brisbane. Gegensätzlicher hätten die Orte nicht sein können! Ein Tag zuvor noch in der Wildnis campen und nun mitten in der Großstadt! Aber das ist auch das was ich so genieße. Diese Abwechslung! Die Tage hier waren wirklich sehr angenehm, auch weil es hier nicht so unfassbar heiß war. Generell war es einfach mal etwas ganz anderes zum Rest, wirklich fast schon erfrischend.😊 Am ersten Abend fuhren wir mit der Fähre zu den „Eat Street Markets“, was bei uns wahrscheinlich eher „Street Food Festival“ genannt wird. Es brauchte fast schon Jahre bis wir uns für etwas zu Essen entschieden hatten, so groß war die Auswahl! Ich bin auf jeden Fall froh, dass uns das empfohlen wurde, wirklich lohnenswert. Gestern sahen wir uns die Stadt zu Fuß etwas an und schlenderten durch die Einkaufstraße und sahen uns den Botanic Garden an, ein tropischer Stadtpark quasi. Heute fuhren wur mit dem Bus etwas außerhalb zum „Lone Pine Koala Sanctury“, ein Zoo mit ganz vielen regionalen Tieren. So streichelte ich zum ersten Mal Kängurus und Koalas und sah die beiden giftigsten Schlangen der Welt. 😣 Ich denke, wir haben aus unsren 2,5 Tagen hier das meiste rausgeholt und bin nun schon gespannt auf die Partystadt Gold Coast und Surfers Paradise, wo wir 2 Nächte bleiben werden.

 

Das wars soweit erstmal von mir.

die liebsten Grüße,

Emely (seit neustem größter Koalafan 🐨❤️)

P.S. Sorry, dass es so lange gedauert hat mit dem Beitrag. Habe ihn schon lange fertig gehabt, aber leider bin ich immer abhängig vom Wlan in den Hostels und da ich diesmal viele Bilder teilen wollte, dauerte es eben. 😕😕

Beautiful Whitsunday

Hallo ihr Lieben,

ich berichte mal von meiner Zeit in Airlie Beach! Dort waren wir ja 3 Wochen über Weihnachten und Silvester und haben in unserem Hostel ein wenig gearbeitet, sodass wir keine Unterkunft zahlen mussten. Die Arbeit bestand darin, dass wir 3x die Woche für 5h an der Bar Gläser und Teller abräumten und Essen ausgaben. Keine schwere Arbeit und wenn man abends arbeitet hat man sogar den ganzen Tag, um an der Lagune zu liegen. 🙂 Leider mussten wir auch an Heilig Abend arbeiten, weshalb wir unser geplantes Dinner in einem richtigen Restaurant, was wir uns gönnen wollten, auf den 25. verschoben mussten, was aber nicht weiter schlimm war. Die Feiertage an sich waren jedoch schon etwas seltsam, weil ich noch nie Weihnachten woanders war, geschweige denn 20000km weit weg.😁 Ich weiß auf jeden Fall, dass ich in Zukunft versuchen werde, immer an Weihnachten bei der Familie zu sein! Geärgert hat uns dann aber, dass wir auch an Silvester bis halb 1 arbeiten sollten, aber auch daraus haben wir das beste gemacht und haben nach der Schicht noch einen getrunken, was spontan dann aber doch noch zu einer langen Nacht bis zum Sonnenaufgang wurde. 😁 An diesem Wochenende fand dann schon unser Whitsunday Sailing Trip statt, worauf ich mich schon seit einer Ewigkeit freute!! Samstag früh ging es los, zunächst zum Treffpunkt an den Hafen. Dort bekamen wir dann unsere Wetsuits, die wir fürs Schnorcheln brauchten und es ging aufs Boot! Die Crew, bestehend aus dem Captain und 2 Helfern, eine junge Frau, die uns auch das Essen zubereitete, und einem Mann, der mit den Segeln half und uns im Motorboot zu den Riffen fuhr, empfing uns super lieb und machte uns somit noch größere Vorfreude! Das Boot an sich war klein, aber fein. Es gab 2 Toiletten und sonst nur einen großen Raum im Bootsinneren, wo alle schliefen. Die Betten waren daher wirklich unfassbar schmal und ich fragte mich, wie ein ausgewachsener großer Mann da überhaupt flach auf dem Rücken liegen konnte? Scheinbar war es jedoch möglich und außerdem ja auch nur eine Nacht. Wir fuhren also raus zu den Inseln und unser erster Stop war bei einer kleinen Bucht, wo wir zum ersten mal in unsere Wetsuits stiegen zum Schnorcheln! Die Welt, die sich mir da unter Wasser darbot, war wirklich Wahnsinn! Da ich sowas noch nie in solch einer Realität gesehen hatte, hatte ich schon etwas Respekt vor all den Korallen und anderen Lebewesen, aber mit der Zeit konnte ich es immer mehr genießen und versuchte mir, das, was ich da sah, so gut wie möglich einzuprägen. Für mich war es wirklich zuerst wie in einem Film, hunderte kleine bunte Fische schwimmen um dich rum und am Meeresboden Korallen in allen möglichen Farben! Der nächste Spot, wo wir schnorchelten, erschien mir sogar noch bunter. Zwischenzeitlich gab es kleine Snacks wie Kekse und Früchte und zum Lunch machte Mary uns Chicken mit Salaten, simpel, aber super für zwischendurch. Der Tag neigte sich mega schnell dem Ende zu, im Schutz einer kleinen Insel hielten wir für die Nacht. Nachdem der Captain uns noch ein paar Dinge zum nächsten Tag erklärt hatte und ein bissjen Wissenswertes zu den Inseln und deren Entstehung erzählte, gab es während des Sonnenuntergangs Lasagne mit Salat und Knoblauchbrot. Wahrscheinlich das Abendessen mit der schönsten Kulisse überhaupt! Mary hielt sogar noch Cheesecake als Nachspeise bereit, welchen wir unter dem sternenreichsten Himmel, den ich je gesehen hab, verspeist haben. Wir gingen anschließend alle relativ früh ins Bett, denn der Captain wollte uns am nächsten Morgen um 5 Uhr „earth rotation“ zeigen.😁 Anders gesagt, der Sonnenaufgang! Jedoch bezeichnet er diesen Namen als völlig falsch, da ja nicht die Sonne aufgeht, sondern es sich schlichtweg um die Rotation der Erde handele.😄 Wo er Recht hat, hat er ja auch Recht! Am Nächsten Morgen ging es also früh raus aufs Meer, um den wunderschönen Sonnenaufgang alias Erdrotation zu betrachten. Anschließend aßen wir unser  Frühstück während die Sonne langsam immer intensiver wurde. Gleich danach gings gegenüber vom Whitehavenbeach, zum Strand von Haslewood Island, da ein Sturm aufzog und es am Whitehavenbeach zu stürmisch gewesen wäre. Der Sand dort bzw. Silica ist jedoch der gleiche und somit kamen wir trotzdem in den Genuss des vollig weißen Sandes, welcher sich unfassbar weich und fein anfühlt wie an sonst keinem Strand! Außerdem wird der Sand durch die 98% Silica niemals heiß! Wahnsinn oder? So etwas wie diesen  Strand gibt es sonst nirgends auf der Welt! Nachdem wir dort wieder etwas schnorchelten, hatte uns der Regen dann doch für die nächsten paar Stunden. Es klarte jedoch gegen Mittag wieder auf und es gab Wraps zum Lunch. Dann ging es leider auch schon wieder in Richtung Airlie Beach. Auf der Fahrt zurück gab es jedoch wieder so viel um einen herum zu sehen, dass wir die letzten Stunden auf dem Deck richtig genießen konnten. Zurück im Hostel gab es erstmal eine gute Dusche! Welche auch nötig war nach diesen 2 Tagen, Salz und Sand überall!😄 Am Abend hatte der Captain uns einen Tisch reserviert, witzigerweise in der Bar, in welcher wir gearbeitet hatten.😁 Es kamen zwar nicht alle, aber mit ein paar hatten wir noch einen geselligen Abschluss. 😊

Dann hieß es aber auch schon Packen für den nächsten Tag, da wir am Abend Airlie Beach verlassen würden! Wir hatten einen letzten gemütlichen Tag an der Lagune und machten uns am Abend auf zur Busstation. Mit dem Greyhound gings nun 1000km südlich nach Hervey Bay, wo wir heute früh angekommen sind! Das Hostel, das wir hier gebucht haben ist super und während wir auf unser Zimmer warteten, konnten wir im sogenannten Cinema dort ein paar Filme schauen.😊👍🏼 Was ich hier so erleben werde, erfahrt ihr dann im nächsten Post! Die nächsten 3 Wochen werden wir erstmal nur Reisen und dann wieder arbeiten.

Hoff, jeder ist gut im neuen Jahr angekommen!🎉🎉

Liebe Grüße an alle Zuhause,

Emely

Von Chilis und Limetten

Mein letzter Beitrag liegt leider schon etwas zurück, das liegt einfach daran, dass wir im Working Hostel kein Wlan hatten und immer zu McDonalds rennen mussten, um überhaupt skypen zu können. Hinzu kam, dass McDonalds eine Viertelstunde weg war und wir meistens wenig Zeit hatten, da der Arbeitstag mega lang und anstrengend war. Da ich in Vergangenheit schreibe heißt das wahrscheinlich, dass wir nicht mehr in Ayr im Working Hostel sind und tatsächlich seit Sonntag (13.12.) befinden wir im traumhaften Airlie Beach! Daher gibt es nun noch eine Menge zu erzählen.
In meiner zweiten Woche in Ayr wurde ich dann nochmal für 3 Tage zu Sibby auf die Chilifarm geschickt. An sicht nicht die schlechteste Arbeit. Ich sollte wieder verpacken und bekam meine 21$ die Stunde und arbeitete jeden Tag 8h. Der Haken war eben, dass es wieder nur diese drei Tage waren. Danach hätte ich donnerstags, aber diesmal mit Bene, wieder auf der Warteliste gestanden. Das wäre wohl auch bis Dienstag so gewesen, aber Donnerstagmorgen stand gegen 5:30 Uhr Janine aus meinem Zimmer an meinem Bett und fragte, ob ich mit zu ihrer Arbeit kommen möchte, da die Französin, die mit ihr arbeitete gekündigt hätte. Obwohl ich unfassbar müde war und mich am liebsten einfach rumgedreht hätte, sagte mir mein verschlafener Kopf, dass ich diese Chance annehmen sollte und so quälte ich mich aus meinem Hochbett. Die Arbeit stellte sich als Limttenverpacken heraus. Wir standen seitlich an einer Art Tonne, in welcher sich die Limettem befanden und hatten den Karton vor uns, um die Limetten reinzupacken. Limetten mit Narben, welche von den eigenen Ästen bei Stürmen verursacht werden, da diese kleine Stacheln besitzen, kommen in den Korb für die zweite Wahl, Faule direkt in den Müll und die gelben sollten unten hin und die schönsten, dunkelgrünen in die obere Reihe. Mit ein bissjen Übung kann man schnell feststellen welche wohin gehört, jedoch für mich am ersten Tag eine echte Herausforderung, denn auch das Anordnen im Karton ist echt knifflig. Die Limetten werden nämlich in diese Tonnen nach Größe sortiert und dementsprechend werden sie auch verschieden in de Kartons angeordnet. Natürlich gab es auch hier wieder einen Haken, denn nur die ersten drei Tage werden pro Stunde bezahlt, zum Üben quasi, ab dann wird man pro Kartons bezhalt und pro Karton gibt es 1$. Klingt wenig, ist es auch. Ich dachte mir jedoch, diese ersten 3 Tage kannst du auf jeden Fall noch mitnehmen, besser als nix, und dann entscheidest du. Donnerstag und Freitag machte ich also diesen Limettenjob, bei dem man wirklich permanent Lust auf Caipirinha hat!, Wochenende war dann frei, damit die Pflücker genügend Nachschub für die kommende Woche bereithielt, denn der Farmer, ein wirklich sympathischer und im Gegensatz zu anderen Farmern, junger Mann mit 3 kleinen Mädchen und einer schwangeren Frau mit Zwillingen😁, meinte nächste Woche seien genug Limetten da, um täglich 2 Paletten zu füllen. Das hieße zwar, lange Arbeiten, aber auch genug Limetten, um viele Kisten zu machen und somit auch ‚viel‘ Geld. Mittlerweile stand aber fest, dass wir nur noch diese eine Woche bleiben würden und uns auf nach Airlie Beach über Weihnachten und Silvester, denn alle anderen verließen auch das Hostel über die Feiertage. Dies stellte sich als gute Entscheidung raus, denn die pro-Kisten-Bezahlung war einfach Mist. In 9h machte ich 120 Kisten, was eigentlich gut und schnell war, aber für 9h 120$ ist einfach mies, vor allem wenn ich das mit dem Gehalt von meinen neugewonnenen Freunden verglich… Trotzdem zog ich es die Woche durch, denn immerhin war es Geld! Bis Samstag arbeitete ich dort, zwischendurch mussten wir sogar einen Morgen mitpflücken, da einfach nicht genug Limetten für zwei Paletten pro Tag vorrätig waren. Ich machte auch nicht jeden Tag 120 Kartons, weil oft gar nicht genug Limetten dafür da waren. Aber ich wusste ja, dass ich es nur noch bis Sonntag machen würde. So ging es Sonntag dann früh morgens mit dem Greyhound nach Airlie Beach! Der Abschied war allerdings gar nicht so einfach, wer hätte das gedacht?? Wo wir doch als wir ankamen am liebsten sofort wieder die Flucht ergriffen hätten? Aber es war so, wir lerntem einfach wirklich so viele nette Menschen kennen von überall auf der Welt. Vor allem zwei Deutsche, mit denen wir uns unbedingt wieder treffen wollen! Aber auch eine Koreanerin, Japaner und Franzosen mit denen wir gerne gemeinsam kochten und einkauften. Wir machten koreanische Pancakes, Sushi und einmal sogar saarländische „Mählkneppscher“, wobei wir sie dort „Mehlknödel“ nannten.😁 An Nikolaus backten wir sogar Zimtschnecken in einem Miniofen, was jedoch tatsächlich funktionierte! Die Atmosphäre war einfach wirklich angenehm und fast schon familiär. Mit einem besseren Job, wär ich auch noch gerne eine Woche länger geblieben.

Kurz zu unsrer momentanen Situation. Hier in Airlie Beach bleiben wir nun bis zum 1./2. Januar, also circa 3 Wochen. Um über diese Zeit nicht zu viel Geld auszugeben, wohnen wir in einem Hostel, in dem wir 3x die Woche 5h an der Bar arbeiten, dafür ist das Hostel für uns um sonst und wir haben nur die Kosten für unser Essen. Im Anschluss wollen wir noch die Whitsunday Islands hier direkt bei Airlie Beach umsegeln, worauf ich mich schon seit meiner Abreise freue! Unsere Aufgabe hier wird es außerdem sein, ein Auto zu finden mit welchem wir dann die Ostküste bereisen können. Ansonsten genießen wir hier einfach unsere Tage, denn nach Ayr kommt man sich hier vor wie im Paradies, und liegen hauptsächlich den ganzen Tag in der Sonne, um endlich wieder Braun zu werden!😄 Ich glaube, in Ayr wurde ich wieder so weiß wie vor Australien.😁 Auch das Klima ist hier viel angemehmer, es ist windiger und 1-2 Grad kühler als in Ayr und es gibt endlich wieder Meer.😍

So, bis Weihnachten sind es nur noch 8 Tage! Ich denke, es wird unglaublich seltsam sein über die Feiertage, aber wie machen hier das beste draus und gönnen uns wahrscheinlich ein gutes Essen im Restaurant.

Der nächste Eintrag wird diesmal keine 3 Wochen dauern, versprochen.🙈

Hoffe, es geht allen gut!!
Die von Farmwork befreite Emely💋

Farmwork in Ayr🌶

So, eine Woche sind wir nun schon im Working Hostel in Ayr und es gibt einiges zu berichten! Working Hostels sind Hostels, die in engem Kontakt mit den Farmen stehen und uns dann quasi an diese vermitteln.

Ganz ehrlich, der erste Tag bzw. Anblick unseres zukünftigen Zuhauses, dem Delta Backpackers, war ein kleiner Schock. Wahrscheinlich war dieser noch größer, weil wir aus einem Hostel kamen, welches sogar für seine Reinheit ausgezeichnet ist! Wir bekamen unsere Zimmerschlüssel, welche uns ein Zimmer öffneten, das 12 Betten besitzt, keine Fenster und seltsam heruntergekommene Wände. Nun gut, erstmal Bett beziehen. Nachdem der erste Schock überwunden war sahen wir uns etwas um, was jedoch unseren Eindruck nicht besserte.. Im Gegenteil.😁 Einkäufe konnten wir auch nicht machen, da hier alle Geschäfte am Sonntag geschlossen sind. Daher gab es am Abend dann nur ne Pizza von Domino’s, die sehr bekannt ist, da man Pizzen für nur 5$ bekommt, was den meisten Backpackern sehr zu gute kommt!😄 Weil wir aber immernoch etwas niedergeschlagen waren, gab es erstmal noch zwei Krüge Bier vorm schlafen gehn, sodass wir etwas zufriedener und sehr schnell einschliefen. Nun musste der nächste Tag irgendwie gefüllt werden, denn in Ayr gibt es wirklich nichts zu sehen, auch der Strand ist mit dem Auto 30 min weg. So ließen wir uns mit den Lebensmitteleinkäufen Zeit und versuchten uns den Tag zu verdullen. Am Abend jedoch stieg unsere Laune sofort als wir beide auf der Work List standen! Bene für Mangos und ich für ne Chilifarm. Am nächsten morgen um 7 war bei mir Arbeitsbeginn, wo wir dann mit einem der hosteleigenen Vans hinfuhren. An diesem Tag sollten wir kleine Chilis pflücken. Zu unsrer aller Enttäuschung, die zum ersten Mal dort waren, wurden die kleinen Chilis nach Buckets bezahlt, also pro Kilogramm. Da ich und auch eine andre neue Deutsche darin natürlich noch total ungeübt waren, machten wir die wenigsten Kg, obwohl wir uns mächtig ins Zeug legten und vielleicht insgesamt 15 min Pause gemacht haben und das bei 8h Arbeit. Pro Kg gab es 2,50$ und ich hatte grade mal 32kg. Die Japanerin aus unserm Hostel, die schon geübter war, machte, zum Vergleich, 60kg in der gleichen Zeit.. Wir waren seeehr deprimiert darüber und so fiel meine Laune wieder und die Zweifel stiegen. Am nächsten Tag stieg sie jedoch wieder, denn! Wir durften die großen Chilis pflücken, die an kleineren Büschen wachsen und welche pro Stunde bezahlt werden! Und nicht mal schlecht, 21,50$ die Stunde!😍 Trotzdem war es aber anstrengend und wir beeilten uns, sodass der Farmer auch nichts zu meckern hatte. Was jedoch an diesem Tag dann das war, was meine Laune wieder ein Stück sacken ließ, war die Tatsache, dass der Farmer nach nur 5h Arbeit uns schon wieder mit den Worten „That’s it for today girls“ einsammelte. Immerhin war jedoch die Arbeit gerecht bezahlt an diesem Tag.

Am Donnerstag sollten wir schon um 6 beginnen. Der Farmer verteilte uns wieder auf die verschiedenen Felder und ich hoffte so sehr wieder zu den großen Chilis zu kommen. Alle wurden verteilt, alle aus meinem Hostel sogar auf die Felder der großen Chilis, bis auf mich. Mich und eine Schwedin, die hier ihre 88 Tage Farmwork verrichtet, um ihr zweites Jahr Visum zu bekommen, wurden einfach wieder zurück gefahren. Es stellte sich allerdings heraus, dass wir Chilis verpacken sollten. Also schonmal nicht in der prallen Sonne sitzen. Auch wenn wir im Schatten waren, ist diese Arbeit nicht zu unterschätzen! Von 6-10 Uhr standen wir zu viert um einen Tisch un sortierten die Chilis nach Grün, Rot und Semi in Pappkartons und das in einem Tempo! Nach den 4h gab es dann ne Pause von 15min und danach gings auch schon weiter. Um halb 1 wurden die andern von den Feldern eingesammelt und hatten Feierabend, welche mich, wie ich später hörte, für den Verpackungsjob an diesem Tag beneideten, jedoch spürten die in ihren Beinen nicht das was ich spürte!😄 Ich dachte, ich hätte auch Feierabend, aber falsch gedacht! Sibby, der Farmer klärte mit den andern Mädchen, die mit mir verpackten, dass diese mich später heimfahren, da die aus meinem Hostel ja schon fertig sind und jetzt schon fahren. Eigentlich konnte ich mich echt freuen, denn das war das, was ich wollte! Stundenlohn und mindestens 8h Arbeit. Allerdings hatte ich keine Ahnung, dass ich länger bleiben würde und hatte deshalb vieeel zu wenig Essen dabei. Aber ich biss die Zähne zusammen und verpackte noch weitere 3h große und kleine Chilis und half Sibby dann noch seine Plastikplanen zu schneiden. 😁 Daaann ging es nach 10h auf der Farm eeendlich zurück! Ich war wirklich glücklich darüber an diesem Tag, das getan zu haben, weswegen ich hier bin. Hart Arbeiten für gutes Geld. Doch meine gute Laune sollte auch diesmal nicht lange anhalten, da Sibby immer nur 3-4 Mal die Woche Hilfe braucht und ich somit seit Freitag wieder auf der Warteliste stehe, was natürlich sehr frustrierend ist. Bene hat immernoch seinen Mangojob mit dem er echt gut verdient. Allgemein haben es Jungs einfacher, glaube ich, da die Mangofarmer starke und große Kerle bevorzugen, weil sie einfach schneller arbeiten können. Und wie es scheint sind alle Verpackungsjobs momentan besetzt. Naja erstmal abwarten. Ich werde jedoch die Managerin fragen, wies denn die nächsten Wochen aussieht und ob was langfristiges in Aussicht ist.

Sonst bestand mein Tag nur darin nach der Arbeit einzukaufen (vor allem gaanz viel Wasser!) und anschließend zu Kochen. Und spätestens 22 Uhr wieder schlafen, da diese extreme körperliche Arbeit einfach mega auslaugt.

Mittlerweile habe ich mich auch ans Hostel gewöhnt. Ich weiß ja, dass die Tage, die wir hier sind gezählt sind und es sicherlich schneller wieder weiter geht, als ich mir momentan vorstellen kann.

Die Leute, die wir hier kennengelernt haben sind wirklich super lieb und erkundigen sich immer nach deinem Tag! Lässt eine angenehme familiäre Stimmung aufkommen.

So, das solls jetzt vorerst gewesen sein. Bilder gibt es leider noch keine, vielleicht mach ich demnächst welche von der Farm! (Falls ich einen Job bekomme…)

Also bitte Daumen drücken!!

Bis bald😊

Die CHILIge Emely 🌶

 

Daintree Rainforest und Townsville

Seit Montag sind wir nun schon in Townsville! Am Sonntag zuvor hatten wir ja noch die Daintree Rainforest Tour gebucht, wozu ich noch gar nichts erzählt habe.

Also, am Sonntagmorgen um 6:50 Uhr holte uns der Bus des Veranstalters, wie noch circa 20 weitere, ab. Dann ging es zunächst nach Port Douglas, nördlich von Cairns, wo wir eine Stunde Freizeit hatten, welche wir uns am Strand vertrieben, da die Geschäfte sowieso alle geschlossen waren. Anschließend fuhren wir weiter durch die Berge, was unglaublich spannend war, da man von den ständig wechselnden Bildern am Fenster gefesselt war und kaum genug bekam. Wir erreichten den nächsten Stopp, nämlich stand jetzt der kleine Regenwaldspaziergang auf dem Programm. Unser Fahrer, der gleichzeitig auch unser Führer für den Tag war, wies uns den Weg zu einem glasklaren Fluss, welcher in einem wunderschönen lebendigen Grün erstrahlte! Diese Quelle ensteht hauptsächlich dadurch, dass die Wolken so dicht über den Bergen schweben, dass diese Feuchtigkeit an de Pflanzen abgeben. Die Feuchtigkeit wird zu Wasser, welches an den Blättern der Pflanzen abtropft und in den Boden sickert. Faszinierend! Da die Zeit sehr knapp war, konnten wir nur schnell ein paar Fotos schießen und mussten wieder zurück zum Bus, für einen der Rundwege war leider keine Zeit.. Der nächste Halt war das Cape Tribulation! Dort aßen wir alle etwas und hatten anschließend wieder etwas Zeit, um das Cape zu erkunden. Das Besondere an Cape Tribulation ist, dass dort zwei Welterbe aufeinander treffen. Und zwar der Daintree Regenwald und das Korallenriff! Der Anblick dieses verlassenen Strandes war einmalig! Nun stand nur noch die Bootstour auf dem Daintree River auf dem Programm, mit dem Ziel, wilde Krokodile zu sehen. Was zu dieser Jahreszeit gar nicht so einfach ist, da es sehr heiß ist und die Krokodile nicht rauskommen, um sich auf Felsen zu wärmen, sondern lieber im kühlen Nass bleiben, um sich abzukühlen. Die Weibchen jedoch sind meistens an Land zu sehen, da sie dort ihre ‚Nester‘ haben und tatsächlich sahen wir eines hinter den Gebüschen! Unser Fahrer fuhr ganz dicht ans Land heran, sodass wir alle ein Foto von ihm bekamen. 🙂 Was ich sehr interessant und auch etwas angsteinflößend fand, ist, dass Krokodile sich gegnseitig auch als Futter sehen! Der Bootsführer meinte, dass für sie alles was im Wasser schwimmt Futter sei und dass er daher seine Kinder niemals zum Strand ließe! Was man beim Anblick dieser 4m langen Wesen auch irgendwo verstehen kann.

Nach einem langen, heißen und anstrengenden Tag ging es nun den ganzen Weg wieder zurück nach Cairns. Da unser Fahrer eine sehr rasante Fahrweise besaß und nur so durch die Serpentinen flog, waren wir auch recht zügig, ca. 2h, wieder im Hostel. 🙂

Jetzt hieß es Packen für das nächste Abenteuer, Townsville. Das ging relativ flott, da wir ja nicht viel dabei haben und somit war unser ganzes Hab und Gut wieder in einem Rucksack.

5h fuhren wir circa bis nach Townsville mit dem Greyhound Bus. Unser momentanes Hostel ist sehr sauber und hat eine hervorragende Küche, die Möglichkeiten bietet und wo es viel mehr Spaß macht zu kochen. Allerdings vermisse ich Cairns schon ein wenig und auch das Hostel und deren Angestellten. Die Atmosphäre war einfach sehr familiär und ausgelassen, so wie in fast ganz Cairns. Daher bin ich sehr froh in Cairns gestartet zu sein, da wir dort sehr freundlich empfangen wurden!

Hier in Townsville ist leider nicht allzu viel los, daher verbringen wir viel Zeit am Strand und genießen die Zeit vor der Arbeit, die wir hoffentlich (ja, ich hoffe tatsächlich 8h am Tag in der prallen Hitze bei 34 Grad Mangos plücken zu dürfen!) in Ayr schnellst möglich bekommen werden.

Jetzt wird erstmal Abendessen gekocht!

Hoffe, alle zuhause sind wohlauf und genießen die Vorweihnachtszeit. (Die mir doch etwas fehlt) 🙂

Byebye

Schon 7 Tage unterwegs

Nachdem mir meine Mum gestern schrieb, dass ich nun schon eine Woche weg sei, wurde es mir auch bewusst! Zwar bin ich erst seit Montag in Australien selbst, aber unterwegs bin ich heute Abend doch schon 7 Tage.

Und seit gestern steht auch ein handfester Plan über den Verlauf der nächsten 2 bis (hoffentlich) 6/7 Wochen. Unser Hostel hier in Cairns haben wir um eine Nacht verlängert, um noch eine Regenwaldtour zu machen im Daintree-Nationalpark, nördlich von Cairns. Eine Ganztagestour mit Bootsfahrt, Abstecher in Port Douglas, wo Sonntags sogar Markt ist, und ans Cape Tribulation, einer Landzunge bei der Regenwald direkt auf Strand trifft, was scheinbar seehr selten ist. Werde dazu Morgen oder Übermorgen dann mehr berichten. 🙂

Am Montag gehts mit dem Bus südlich nach Townsville, mit Bus circa 7h. Dort haben wir dann bis Sonntag ein Hostel gebucht und sehen uns die Stadt etwas an. Ende nächster Woche machen wir uns auf den Weg in den kleineren Ort Ayr ins Working Hostel, wo wir dann hoffentlich Arbeit bekommen auf einer Mangofarm, welcher wir 6 Wochen nachgehen wollen. Weihnachten verbringen wir dann wahrscheinlich dort. Silvester in Sydney wäre wohl richtig cool gewesen, aber organisatorisch wird das eher schwierig, da wir dann die ganzen, für mich, ‚Hauptattracktionen‘ überspringen und nach Silverster erst nochmal in den Norden fahren müssten. So können wir nach unsrer Arbeit einen Camper mieten und mit dem die Ostküste bis Brisbane entlangfahren.

Am Mittwoch war hier im Hostel BBQ Night mit Fire Show für 12$. Wir ergriffen die Gelegenheit um etwas Kontakt mit den anderen aus dem Hostel zu knüpfen und sich etwas zu unterhalten. Das Essen war sehr lecker, es gab Fleisch, Würstchen, Salate und wer wollte konnte auch Kängaru probieren. Beim Essen kamen wir mit 2 Jungs aus Californien, einer Frau aus Polen und einem Jungen aus Chicago ins Gespräch, was unglaublich viel Spaß machte. Danach gab es noch eine kleine Feuershow und etwas Unterhaltung vom irischen Hostelbesitzer. 🙂

Vorgestern waren wir endlich an einem richtigen Beach! 🙂 Und zwar am Palm Cove Beach. Ein wuuunderschöner meterlanger Strand, der seinem Namen wegen der Palmen bekam, die den gesamten Strand in einer Linie rahmen. Schwimmen darf man nur im abgetrennten Bereich, wegen der vielen Gefahren des Meeres. Wahnsinn war auch die Temperatur des Wassers! Würde sie schon fast als lauwarm bezeichnen! 😀 Trotzdem sehr angenehm und so, dass man Stunden darin verbringen möchte. Auch der Ort Palm Cove ist wunderschön. Mit kleinen Restaurants und Cafés am Straßenrand. Die Busfahrt dort hin dauerte zwar eine ganze Stunde, jedoch gab es während dieser soo unglaublich viel Landschaft zu sehen, dass es sich fast lohnt eine einstündige Busfahrt in den Norden zu machen, allein wegen der Umgebung.

Gestern haben wir eigentlich komplett an der Lagune verbracht. Am Abend sind wir dann noch die Esplanade entlangspaziert, diesmal in die andere Richtung. Am Abend gabs Nudeln mit Barilla Pesto.. Wie zuhause! 🙂

So bis die Tage!

Und.. no worries!